Harald/ März 6, 2018/ Allgemein, Baugeschichte/ 0Kommentare

Die Noricuswohnanlage wurde von 1968 bis 1972 auf dem sogenannten „Zeltnerhügel“ errichtet. Der Vorgängerbau war die ehemals prosperierende Privatbrauerei von Johann Georg Zeltner. Zeltner lies dort ab 1876 seine neue Brauerei errichten, nachdem die bisherige Braustätte in der Schlotfegergasse aus allen Nähten platzte. Im Laufe der Zeit wurden auf dem neuem Areal ein Lagerkeller, eine Faßpichlerei, ein Eismaschinengebäude und weitere Produktionsgebäude errichtet. Die Geschäfte der Brauerei mit der Hausadresse Ostendstraße 27 liefen gut, bis die Fertigungsstätten großteils im 2. Weltkrieg den Bomben zum Opfer fielen.

Gegeüber vom Noricus befindet sich diese geschwungene Treppe, ein Teil der Terrasse am Tullnaupark. Diese Anlage ist das einzige architektonische Überbleibsel der Zeltnerbrauerei. Johan Georg Zeltner ließ sie als Terasse für den geplanten und letzlich nie umgesetzten Neubau einer Gaststätte errichten.

Der geplante Wiederaufbau der Brauerei scheiterte letztendlich an der Umwidmung des Geländes zum Wohngebiet. Folglich wurde auf dem mittlerweile begehrten Baugrund die Noricuswohnanlage von Harald Loebermann umgesetzt. Die Sprengung des 40 Meter hohen Schlotes der Brauerei war zugleich Startschuss für den Bau des prestigeträchtigen Immobilienprojekts. 1969 ist in der Rundschau des Bauträgers DEBA Bau zu lesen: „Nachdem mit der Sprengung des 1911 erbauten Schornsteins der Weg für die Bebauung freigeworden ist, war die Freude groß. Die DEBA ließ Raketen und bunte Luftballons in den Himmel steigen und die Trachtenkapelle Jack Strobl zur kräftigen fränklischen Brotzeit unter freiem Himmel aufspielen.“ Für den Bau der dreistöckigen Tiefgarage mit über 600 Stellplätzen wurden die ehemaligen Bierkeller der Brauerei umfunktioniert. Tja, und wer kann schon behaupten, sein Auto in einem Bierkeller zu parken… Weitere Informationen zur Geschichte der Zeltnerbrauerei finden Sie auf nordbayern.de und auf der Seite des Wöhrder Vorstadtvereins.

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